Südafrika - Robben Island

21.02.2009 - Reisen

Puh, ich erkenne mich wieder im Spiegel! Der Alptraum liegt fast schon hinter mir. Erst alle Stunden, dann alle zwei, jetzt nur noch alle vier Stunden Augentropfen.

Wir buchen für unseren letzten Trip zwei Tickets anch Robben Island per Internet. Fredi fährt uns hin. Auf halbem weg wird der Verkehr dichter und kommt dann ganz zum erliegen. Überall Polizeiwagen. Unsere Fähre geht bald! Nach einer halben Stunde kommen wir an die Spitze des Staus, wo es ein kleiner Personenwagen mit einem grossen Lastwagen aufgenommen hat. Der Lastwagen liegt auf der Seite derweil der PW nur die Schnautze verloren hat. Wir erreichen die Fähre zum Glück noch und verabreden uns mit Costas auf ein Nachtessen nach unserer dreieinhalbstündigen Tour.

Der Katamaran mit dem unausprechbaren Namen "Sikhululekile" gleicht einem riesen Flugzeug und hat auch für 300 Personen Platz. Wir schippern die nächste halbe Stunde über das Meer auf den dünnen Streifen Insel am Horizont zu. Auf der Front der Sicherheitsinstruktionen (analog zum Flugzeug) bemerken wir zum ersten mal die Grösse der Insel, wie sie sich von oben präsentiert: Gross! Wir sind gespannt.

Nach einem etwas chaotischen Empfang landen wir nach einem mehr oder weniger geführten Fussmarsch in einer Zelle des plitischen Gefängnisses. Unser Guide, eine ehemaliger ANC-Mitglied und während er Appartheit hier Insasse erzählt uns aus seinem Leben. Alle Touris folgen den Ausführungen gebannt. Bin auch beeindruckt. Wir besuchen danach die Zelle von Nelson Mandela und die verschiedenen Gefängnisbereiche.

Zum zweiten Teil der Führung gehört eine Fahrt quer über die Robben Island in einem der bereitstehenden Bussen. Ein juger 'Colored' erzählt uns (zwar etwas einstudiert, aber mit dem vielen Rezitieren perfektioniert) von der Insel und deren wenigen noch lebenden Bewohnern (120 Angehörige und Mitarbeiter des Museums). Wir interessiern uns mehr für die vielen herzigen Kaninchen welche hier wohl ihr Paradies ohne natürliche Feinde gefunden haben - und sich wie die Karnickel vermehren. Ein Pinguin bring unsere Karavane zum stehen. Überquert selenruhig die Strasse und weiter gehts.

Am nördlichsten Punkt der Insel werden wir aufgefordert auszusteigen und das wohl bekannteste Ferien-Photo jeder Südafrikareise zu knippsen: Den Tafelberg aus dem meistphotografierten Blickwinkel vor den schwarzen Steinen in der Brandung. Aber soooo schööön... Zugegeben auch mein Photo ist was geworden. Wir, das heisst der Busschauffeur muss sich sputen, dass wir das letzt Schiff zurück zum Festland erreichen.

Im Hafen erwarten uns wieder die tausenden Vögel auf der Hafenmauer. Ich bin ein weiteres mal beeindruckt von der schieren Vogelmenge. Die Rückfahrt gleicht einer Achterbahnfahrt, da sich das Wetter verschlechterte und der Wind hohe Wellenberge auftürmt. Ganz zur Freude von Corinne über das hohe Auf und Ab. (Wart nur bis Du wieder im Flieger sitzt...)

Costas holen uns pünktlich im Hafen ab und wir gehen zusammen ein letztes mal fein, auswärts Essen. Denn morgen Sonntag wollen wir früh ins Bett um den frühen Flieger am Montag zu erwischen. Wir sind gut im planen. Ja, ja. An der Wasserfront sinkt ein einsamer Gleitschrim still am Abendhimmel vom Signalhill. Ich versuche den Piloten nicht zu beneiden. Hat ja eh keine Thermik, ist eh nur einen kurzen Flug und bei der Bewölkung eh keine Aussicht. Sniff. Mir doch wurscht.

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